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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 471 mal aufgerufen
 Der Wälzer mit der Theorie
SRAMANA ( gelöscht )
Beiträge:

07.10.2006 00:50
RE: Lexikon der Getreide Antworten

Das Getreide

Das Getreide sollte im Mittelpunkt einer gesunden Ernährung stehen.
Mehr als 15.000 Jahre war es die Hauptnahrung der Menschheit.
Lebensmittel sind wertvoller, je natürlicher sie sind.
Heute kommen die Getreideprodukte jedoch gespritzt, begast, geschält, gemahlen, gesiebt, gelagert, gebacken, konserviert und verpackt zum Endverbraucher.
Weizenauszugsmehl vom Typ 405 hat 80-90 % seiner Nähr-und Wirkstoffe verloren.
Allein durch das Schälen des Getreidekorns gehen 95 % der Ballaststoffe verloren.

Die einzelnen Getreidesorten

DINKEL

ist eine alte Kulturform des Weizens mit vorzüglichen Backeigenschaften. Dinkelmehl eignet sich für feines Gebäck, da es heller ist als Weizenvollkornmehl.

GERSTE
ist reich an Vitamin E und allen Vitamin B - Komplexen.

GRÜNKERN
ist gedarrter, junger Dinkel. Er schmekt herzhaft (vorzüglich !!). Vorzugsweise werden Suppen und pikante Gerichte (z. B. Fleischersatz) aus Grünkern hergestellt.

HAFER
enthält 14 % Eiweiß und 7 % Fett. Er ist besonders leicht verdaulich. Regelmäßiger Genuss wirkt sich günstig auf die Stimmung aus, fördert die Aktivität und setzt das Schlafbedürfnis herab. (Redewendung: "Dich sticht wohl der Hafer")

HIRSE
ist reich an Kieselsäure, daher ein wahres Kosmetikum, das zu schöner Haut, stabilen Nägeln und gesundem Haar verhilft. Hirsekörner lassen sich auch gut als Beilage, ähnlich wie Reis, verwenden.

MAIS
ist zum Backen ungeeignet; diese Getreidesorte enthält wenig Kleber. Maisgrieß wird zu Pudding und Polenta verarbeitet.

REISKÖRRNER
sind von zwei Schalen umschlossen, der Hülse und dem Sliberhäutchen. Beim ungeschälten oder Naturreis bleibt das Silberhäutchen erhalten und somit die wertvollen Nähr- und Ballaststoffe.

ROGGEN
hat einen intensiven Eigengeschmack, und das Mehl ist dunkler als die übrigen Getreidemehle.

WEIZEN
ist das wichtigste Brotgetreide der Erde. Er besitzt einen hohen Anteil an Klebereiweiße, was seine hervorragenden Backeigenschaften erklärt. Weizen ist geschmacksneutral.

BUCHWEIZEN
ist ein Knöterichgewächs. Er ist reich an Phosphor und Magnesium. Bucheizenpfannkuchen haben sich etabliert.

[ Editiert von Administrator Ojinaa am 03.11.09 16:54 ]

Ojinaa Offline



Beiträge: 292

02.05.2007 18:08
#2 RE: Lexikon der Getreide Antworten

Nur mal als Richtigstellung:

Der Mensch begann an Zivilisationskrankheiten zu leiden, als er anfing Getreide in größeren Mengen zu essen. Das hatte bei den armen Schichten oft mit "nur Getreide" zu tun und bei den Reichen mit "zu leicht erreichbaren großen Kalorienmengen".
Vorher, als der Mensch noch Jäger und Sammler war, war Getreide einfach zu mühsig zu sammeln: Winzige Körner an weit über die Prärie verstreuten Graspflanzen und außerdem auch noch sauhart (, man musste es erst mahlen oder anderswie "genießbar" machen). Die Hauptnahrung waren Gemüse (Wurzeln gabs immer irgendwo), in den "Erntemonaten" Früchte sowie Fleisch (, während der Eiszeit fast nur Fleisch!).
Wieso machte Getreide trotzdem so eine Karriere?

Der Vorteil von Getreide war, dass man es in relativ großer Menge mit relativ kleinem Aufwand anbauen kann, dass es sehr gut lagerbar ist (Wintervorrat!) und dass es nach der Verarbeitung (über Mehl zum Brei oder Backwerk) leicht zugängliche Kalorien liefert. Menschen, die Getreide anbauten und nutzten, litten weniger Hunger und überlebten eher (die harten Winter oder andere Not-Zeiten). Und mit ihnen überlebte und verbreitete sich die Tradition des Getreideanbaus.

Sicher: Vollkorngetreide hat neben der – anteilig gesehen – große Menge Kalorien auch noch interessante Spurenelemente zu bieten und liefert ein paar Balaststoffe. Aber beides gibt es auch anderswo. Und da heutzutage kaum noch Vollkorngetreide konsumiert wird, gibt es das anderswo sogar deutlich reichlicher.

Was bleibt also? Nun: Getreide ist von Hause aus sättigend, ist extrem bekömmlich (es gibt zwar Leute, die genetisch bedingt das Getriedeeiweiß nicht vertragen, aber ein Allergierisiko wie vor allem bei Früchten besteht meines Wissens nicht) und für viele leckere Sachen unentbehrlich. Aber – um es mal drastisch auszudrücken: – Körnerfresser ist der Mensch seiner Biologie nach nicht.

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